Situation

Zwischen Lüneburg und Melbeck liegt ein altes, relativ unbekanntes und fast vergessenes Industriegebiet. Echte Industriebetriebe gibt es nur noch zwei an der Zahl, nämlich die Gipswerk Embsen GmbH (Knauf und Yara) und die Zajons Logistik Entsorgungsgesellschaft mbH. Alle anderen dort ansässigen Betriebe haben eher Gewerbecharakter.

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Anfang des Jahres 2007 wurden Planungen eines Firmen-Konsortiums bekannt, in dem Gebiet eine sehr große Müllverbrennungsanlage bauen zu wollen. Das Projekt wurde als Anhängsel einer Ethanolproduktion getarnt. Beim Gewerbeaufsichtsamt wurde aber tatsächlich nur ein Genehmigungsantrag für eine Müllverbrennungsanlage gestellt. Zur Zeit wird dieser Antrag von dem Konsortium nicht weiter verfolgt.

Bereits in der Vergangeheit gab es mehrere Versuche von Investoren, an diesem Standort eine Müllverbrennungsanlage zu bauen. Zum Glück für die Region Lüneburg und seine Bewohner sind diese Versuche alle fehlgeschlagen. Bisher waren die Bürger und ihre gewählten Vertreter also jedes Mal erfolgreich in der Abwehr von unliebsamen Industrieansiedlungen.

Die Bürger haben die Planungshoheit über ihre Region - warum also nicht gleich die entsprechenden Pläne so anpassen, dass sich nur noch die gewünschte Industrie bzw. das gewünschte Gewerbe ansiedeln kann?

In den letzten 40 Jahren hat sich die Region stark entwickelt. Besonders die Wohnbesiedlung hat rund um das Industriegebiet sehr stark zugenommen, während die Industriebetriebe nach und nach ihre Tätigkeiten eintstellten. Es wird höchste Zeit, die planerischen Vorgaben an diese neue Situation anzupassen.

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Diese Vorgaben würden den Bürgern und ihren gewählten Vertretern in Zukunft viel Mühe und Energie ersparen und sie würden auch vor unliebsamen Überraschungen schützen. Ohne entsprechende planerische Vorgaben ist es nur eine Frage der Zeit, bis ein Investor mit einer ungewollten Industrieansiedlung Erfolg hat. Hier haben die verantwortlichen Stellen in der Vergangenheit ihre Hausaufgaben nicht gemacht.

Die Gemeinden Melbeck und Embsen überarbeiten gerade die Bebauungs-Pläne für das Industriegebiet, Veränderungssperren sind eingerichtet. Es wäre wünschenswert, wenn auch der Kreistag ein in dieser Hinsicht angepasstes, neues regionales Raumordnungsprogramm (RROP) verabschieden würde. Das RROP befindet sich ebenfalls gerade in der Überarbeitung. Der Flächennutzungsplan der Samtgemeinde müsste dann anschließend ebenfalls noch angepasst werden.

Die Bürgerinitiative versucht seit ihrer Gründung die Dinge in diese Richtung zu bewegen. Eine Chronik der Ereignisse erreichen Sie im Hauptmenü unter dem Punkt AKTUELL.

Ergänzend wollen wir darauf achten, dass bestehene Betriebe die Umweltauflagen einhalten. Die aktuellen Schlagzeilen über hohe Schadstoffbelastungen im Boden des Industriegebietes und über verendete Fische zeigen, wie wichtig hier Kontrollen sind.

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